Warum ich Gemeinderat werden will

Nach sieben Jahren im Parlament ist meine Lust am Mitgestalten unserer Gemeinde unvermindert gross. Ich kenne die Gemeinde Köniz seit meiner frühesten Kindheit, bin hier zur Schule gegangen, habe hier als Lehrer unterrichtet und als Schulleiter ein Oberstufenzentrum geführt.
Ich gelte als konsensorientiert, kreativ sowie zielstrebig und mir sind breit abgestützte Lösungen wichtig. Ich fühle mich bereit, jetzt mehr politische Verantwortung zu übernehmen und möchte meine Lust an der Gestaltung der Gemeinde Köniz gerne weiter zur Verfügung stellen.

Obwohl ich noch nicht so lange aktiv in der Gemeindepolitik mitwirke, habe ich mir einen breiten Erfahrungsschatz aneignen können. Zuletzt konnte ich als Parlamentspräsident einen intensiven Einblick in die Abläufe an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung gewinnen. Dank meiner rund 25-jährigen Tätigkeit als Lehrer und Schulleiter in Wabern bin ich in der ganzen Gemeinde gut und vor allem auch über politische Grenzen hinweg vernetzt.

Führungs- sowie politische Erfahrungen habe ich in den letzten fünf Jahren auch beruflich und auf kantonaler bzw. nationaler Ebene sammeln können: als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später auch als Leiter einer Fachagentur der Erziehungsdirektorenkonferenz setze ich mich tagtäglich mit den Geschäftsabläufen zwischen Politik und Verwaltung auseinander und versuche, schulisch relevante Inhalte auf die politische Agenda zu bringen. Und last but not least habe ich, für einen Sozialdemokraten eher unüblich, auch militärisch Karriere gemacht.

Inhaltlich liegt mir die Bildungspolitik sehr am Herzen. Köniz war stets – und ist immer noch – Vorreiterin was Bildungsinnovation anbelangt: durchlässige Oberstufe, Schulsozialarbeit, Tagesschule sind einige Beispiele. Das soll weiter so bleiben. Und dabei helfe ich, zum Beispiel mit meinem Vorstoss für eine Ganztagsschule, aktiv mit.
Politische Steuerung in der Bildung findet auch über die Wohnraumpolitik statt. Köniz setzt die schweizerische Raumplanungspolitik hervorragend um und muss dies auch weiterhin tun: Entwicklung soll nach innen und verdichtet stattfinden, damit der ländliche Raum nicht zubetoniert und zersiedelt wird. Trotz innerer Verdichtung sollen aber die Mieten für Wohnungen im städtischen Teil von Köniz bezahlbar bleiben. Deshalb setze ich mich für gemeinnützigen Wohnungsbau ein.

Finanzpolitisch steht die Gemeinde Köniz vor einem Richtungsentscheid, ob sie den eingeschlagenen Weg des Sparens und des Abbaus der öffentlichen Leistungen weiterhin gehen will. Für mich ist klar: wenn Köniz weiterhin eine attraktive Gemeinde mit hoher Lebensqualität und einem zeitgemässen Service public bleiben will, muss ein Umdenken stattfinden. Denn es stehen viele notwendige Investitionen an. Diese haben ihren Preis, und diese dürfen nicht auf „Pump“ realisiert werden.

Herzlich